Verkehrsunfallstatistik 2025: Weiter Weg zur Vision Zero

Die aktuelle Verkehrsunfallstatistik 2025, die Innenminister Joachim Herrmann am 25. Februar 2026 präsentiert hat, zeigt eine Zunahme der Unfälle. Hierbei waren mit 507 mehr Todesopfer als im Vorjahr zu betrauern und auch die Schicksale der 62.419 Verletzten sind viel zu viele, ziehen Trauer und hohe Kosten fürs Gesundheitssystem nach sich. Radfahrende sind diesmal weniger verunglückt, die gemeldeten Verletzungen sind jedoch um 3,3 % gestiegen.

Dr. Markus Büchler, MdL: „Trotz diverser Aufklärungsmaßnahmen ist Bayern noch kilometerweit von sicherem Straßenverkehr und der Vision Zero entfernt. Der einfachste Hebel wäre ein Einsatz für sichere Höchstgeschwindigkeiten und konsequente Ahndung von Raserei. Auch Schulwegkonzepte und Sicherheit des Fußverkehrs steht kaum auf der Agenda der Staatsregierung, obwohl wir das regelmäßig in Anträgen und der Haushaltsausstattung fordern. Nur mit konsequenten Geschwindigkeitsbegrenzungen und sicherer Infrastruktur können wir die Zahl der Verletzten nachhaltig senken und weitere vermeidbare Todesopfer verhindern.“

Unsere Forderungen sind daher unter anderen:

  • Einführung einer verbindlichen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf Landstraßen sowie eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts mit Ausnahmen, wo geeignet.
  • Ausbau physisch getrennter Radwege auch im Überlandverkehr.
  • Freie Wege und Kreuzungen für Fuß- und Radverkehr innerorts.
  • Strengere Kontrollen des Last‑ und Lieferverkehrs.
  • Verpflichtende Installation von Assistenzsystemen zur Vermeidung von toten Winkeln im Nutzfahrzeug-Fuhrpark der Staatsregierung.

Quellen

https://www.stmi.bayern.de/news/detail/verkehrsunfallstatistik-2025-mehr-verkehrsunfaelle-und-leichte-zunahme-bei-verkehrstoten-rueckgang-bei-getoeteten-radfahrern

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_062_46241.html

https://www.dvr.de/presse/hoechste-zeit-zum-handeln