Schließungen verhindern, Sanierungen sichern: Köhler und Büchler fordern höhere Zuschüsse für öffentliche Schwimmbäder im Landkreis München

Mehr als die Hälfte der öffentlichen Schwimmbäder in Bayern sind sanierungsbedürftig – das betrifft auch die Kommunen im Landkreis München. Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf am Schwimmbad Oberschleißheim, das nur durch eine private Spende vorerst vor der Schließung bewahrt werden konnte. Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern deshalb eine deutliche Aufstockung der staatlichen Zuschüsse, um weitere Schließungen zu verhindern und dringend notwendige Sanierungen zu ermöglichen.

Nach aktuellen Erhebungen sind bayernweit hunderte Bäder in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die Kommunen stehen vor Investitionen in Milliardenhöhe. Für viele Städte und Gemeinden – auch im Landkreis München – ist das alleine nicht zu stemmen.

Der Grüne Landtagsabgeordnete Markus Büchler, selbst Oberschleißheimer, betont:
„Schwimmbäder wie in Oberschleißheim sind weit mehr als Orte für Freizeitspaß. Sie sind ein zentraler Baustein der Daseinsvorsorge. Hier lernen Kinder schwimmen, hier trainieren Vereine, hier findet Gesundheits- und Rehasport statt. Wenn wir Bäder schließen oder Sanierungen auf die lange Bank schieben, gefährden wir ganz konkret die Sicherheit unserer Kinder.“

Auch die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Claudia Köhler, fordert ein entschiedenes Umsteuern der Staatsregierung:
„Es kann nicht sein, dass Förderprogramme auslaufen, während der Sanierungsstau weiterwächst. Wir brauchen Planungssicherheit für unsere Kommunen im Landkreis München. Das Sonderprogramm zur Schwimmbadförderung muss mindestens bis 2028 verlängert und finanziell deutlich besser ausgestattet werden.“

Johanna Zapf, Zweite Bürgermeisterin in Unterhaching kennt die Engpässe:

„Die Kommunen müssen sorgfältig haushalten. Wenn dann die Zuschüsse für freiwillige Aufgaben wie unser Freibad nicht reichen, wird es eng. Das wäre schade, denn im Freibad Unterhaching lernen die Kinder schwimmen, treffen sich und sporteln Familien und Senioren und Seniorinnen. Viele Ehrenamtliche wie die Wasserwacht tragen zur Attraktivität des Bads bei, da muss auch der Freistaat seine Hausaufgaben machen.“

Kritisch sehen beide Abgeordneten dabei die Prioritätensetzung der Staatsregierung. Büchler erklärt: „Wer zusätzliche Millionen für Prestigeprojekte wie ein Panda-Gehege bereitstellt, darf bei der grundlegenden Infrastruktur für unsere Familien nicht knausern. Unsere Kinder brauchen sichere Schwimmbäder mehr als teure Symbolpolitik.“

Köhler ergänzt:
„Investitionen in unsere Schwimmbäder sind Investitionen in Bildung, Gesundheit und Sicherheit. Hier zu sparen, wäre kurzsichtig und unverantwortlich.“

Köhler und Büchler fordern CSU und Freie Wähler auf, den Koalitionsvertrag einzuhalten und die Finanzierung des Sonderprogramms zur Schwimmbadförderung langfristig sicherzustellen. Nur so können Einrichtungen wie das Schwimmbad Oberschleißheim modernisiert, energetisch saniert und dauerhaft erhalten werden.