Der diesjährige bayerische Blitzermarathon lieferte besorgniserregende Ergebnisse: Mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 140 km/h markierte ein einzelner Fahrer den traurigen Spitzenwert der Aktion. Trotz der potenziell lebensgefährlichen Fahrweise sieht das aktuelle Sanktionsmodell lediglich ein dreimonatiges Fahrverbot vor, eine Strafe, die im internationalen Vergleich oft als milde bewertet wird.
Insgesamt verzeichnete die Polizei 10.840 Verstöße, was einer Steigerung von 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Zahl hat sich Florian Siekmann, MdL, zum Anlass genommen, eine Anfrage zum Plenum zu stellen, das Bayerische Innenministerium trotz der steigenden Fallzahlen und über 1,07 Millionen festgestellten Geschwindigkeitsverstößen im Jahr 2024 an seinem aktuellen Kurs festhält.
Zusätzliche Kontrollen oder eine Verschärfung der dauerhaften Maßnahmen sind derzeit nicht geplant, da die bestehenden Konzepte als ausreichend erachtet werden. Angesichts der stagnierenden Lerneffekte bei Verkehrsteilnehmern bleibt jedoch die Frage offen, ob punktuelle Aktionen wie der Blitzermarathon ausreichen, um die Sicherheit auf Bayerns Straßen nachhaltig zu erhöhen.