Hitze und Trockenheit setzen die Gewässer im Landkreis München massiv unter Druck – mit gravierenden Folgen für Fische, Amphibien und andere Wasserlebewesen.
„Statt Badespaß Blaualgenbefall im Deininger Weiher, statt Bachforellen nur ein Rinnsal im Hachinger Bach, in dem inzwischen auch Blaualgen nachgewiesen wurden oder trocken gefallene Gräben im Dachauer Moos – die Klimakrise ist direkt und sichtbar vor unserer Haustür angekommen. Unsere Seen und Bäche im Landkreis München senden deutliche Warnsignale – hier darf nicht länger zugeschaut werden! Jede weitere Hitzewoche verschärft die Lage. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass unsere Gewässer Stück für Stück kippen“, appelliert Claudia Köhler aus Unterhaching.
Sie und Kollege Dr. Markus Büchler aus Oberschleißheim fordern mit einem aktuellen Antrag im Bayerischen Landtag ein Sofort- und Anpassungspaket: mehr Renaturierung, breite und beschattete Uferstreifen sowie eine Flächenpolitik nach dem Schwammland-Prinzip, damit Wasser länger in der Landschaft gehalten wird.
„Für Main und Donau gibt es bereits einen Alarmplan, das bräuchten wir auch für die Gewässer im Landkreis München. Damit auch in Naturschutzgebieten, an Badeseen und Bächen Lebensräume für Fische, Amphibien und Insekten erhalten bleiben. Der Schutz der Gewässer ist nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt wichtig, sondern auch, damit es unserer Landwirtschaft gut geht und wir schlussendlich auch was zum Essen auf dem Teller haben.“, so Dr. Markus Büchler.
„Mit einem einfach und zielbringenden Sofortprogramm könnten wir uns für die Zukunft besser aufstellen – und dann klappt es auch künftig wieder mit dem unbedenklichen Sprung in den Deininger Weiher!“, so die Abgeordneten.