Die zunehmenden Übergriffe auf Mitarbeitende in den Zügen der Deutschen Bahn und anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen sind ein besorgniserregender Zustand. Wer tagtäglich dafür sorgt, dass Millionen Menschen sicher an ihr Ziel kommen, muss an seinem Arbeitsplatz selbst bestmöglich geschützt werden.
Um diesen Schutz wirksam zu verbessern, müssen wir denjenigen zuhören, die direkt betroffen sind. Eine Befragung der Beschäftigten hat zwei zentrale Maßnahmen aufgezeigt: den Einsatz von Bodycams sowie eine Doppelbesetzung in kritischen Zügen, insbesondere zu Zeiten und auf Strecken, in denen mit erhöhtem Konfliktpotenzial oder alkoholisierten Personen zu rechnen ist.
Die Deutsche Bahn reagiert auf diese Ergebnisse und startet einen Pilotversuch zur Doppelbesetzung auf identifizierten Risikostrecken. Dieses schrittweise und evaluierte Vorgehen ist genau der richtige Weg.