Landtagsabgeordnete Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler fordern Sofortprogramm für den Landkreis München
Extreme Hitze ist längst auch im Landkreis München ein ernstes Gesundheitsrisiko – besonders für ältere Menschen, Schwangere, Kinder und pflegebedürftige Menschen. Mit einem Dringlichkeitsantrag fordern die Landtags-Grünen deshalb ein bayernweites Sofortprogramm für besseren Hitzeschutz, das 20.000 mobile Klimaanlagen und 200 Mio. Euro für Hitzeschutz in Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen beinhaltet.
„Wenn die Wohnung zur Sauna wird, dürfen wir die Menschen nicht alleinlassen. Hitze ist kein Luxusproblem, sondern kann lebensgefährlich werden. Mit der Klimaanlage auf Rezept helfen wir gefährdeten Menschen unmittelbar, zudem sorgen wir mit mehr Schutz in Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bei den besonders belasteten Gruppen für direkte und unbürokratische Hilfe. Aus dem ganzen Landkreis bekomme ich Rückmeldungen zu den unerträglichen Lern-, Arbeits- und Pflegebedingungen, hier müssen wir dringend handeln. Hitzeschutz muss genauso selbstverständlich werden wie Hochwasserschutz – er schützt Gesundheit und rettet Leben.“, so Dr. Markus Büchler.
Das Sofortprogramm umfasst drei zentrale Maßnahmen:
- 20.000 mobile Klimaanlagen zum Ausleihen für besonders gefährdete Menschen auf ärztliche Verordnung. Dazu gehören insbesondere ältere Menschen, Personen in häuslicher Pflege und Schwangere.
- 100 Millionen Euro für schnell wirksamen Hitzeschutz in Schulen und Kitas, unter anderem für Verschattung, Trink- und Abkühlungsangebote sowie mobile Klimageräte für besonders belastete Räume. Mittelfristig sollen Schulen und Kindertageseinrichtungen eine effiziente Wärme- und Kältetechnik samt Photovoltaikanlage erhalten.
- 100 Millionen Euro für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, um Patientinnen, Patienten und Beschäftigte mit Kühldecken, Kühlwesten und Klimaanlagen besser vor extremer Hitze zu schützen. Damit sollen rund 175.000 stationäre Plätze und etwa 100.000 Beschäftigte besser vor extremer Hitze geschützt werden.
„Gerade in dicht bebauten Orten wie Unterhaching heizen sich Wohnungen, Schulhöfe und Pflegeeinrichtungen im Sommer enorm auf. Wir alle spüren das, aber gerade für ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und Pflegebedürftige wird die Belastung jeden Sommer stärker. Sie brauchen jetzt ganz konkrete Unterstützung – nicht erst in ein paar Jahren. Wir fordern deshalb, die Mittel im Nachtragshaushalt 2027 bereitzustellen, damit die Maßnahmen bereits bis zum nächsten Sommer umgesetzt werden können.“ so die haushaltspolitische Sprecherin Claudia Köhler.