Eine Chance für den prosperierenden Landkreis München sehen Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler vertan: Ihr Antrag zu den Haushaltsberatungen auf zusätzliche 23 Mio. Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur wurde im Landtag zwar abgelehnt – s. namentliche Abstimmungsliste. Den dringenden Bedarf sehen die Abgeordneten jedoch weiterhin gegeben. Die Entscheidung stößt insbesondere im Landkreis München auf Kritik, da der Bedarf an einer leistungsfähigen und flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Unternehmen und Privatleute weiterhin deutlich wächst.
Mit Blick auf die steigenden Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen im Landkreis verschärft die Ablehnung des Antrags die Engpässe bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Gerade im Umland der Landeshauptstadt ist der Ausbau bislang ungleichmäßig verteilt.
„Wir stehen im Landkreis München vor der Herausforderung, Mobilität nachhaltiger zu gestalten, aber ohne ausreichende Ladeinfrastruktur wird dieses Ziel schwer erreichbar sein. Die Staatsregierung verspielt es, die Entwicklung der Mobilität zu lenken und auf dem aktuellen Stand der Zeit zu bleiben“, so Büchler. „Besonders Pendlerinnen und Pendler, die täglich zwischen Gemeinden und der Stadt unterwegs sind, sind auf ein verlässliches Netz angewiesen. Viele Menschen wohnen hier zur Miete und haben keine eigene Wallbox, geschweige denn, eine eigene Fotovoltaik-Anlage dazu und brauchen daher öffentliche Ladesäulen.“
Köhler unterstreicht: „Gerade jetzt, wo die Fossilen immer teurer werden, muss die Versorgung mit günstiger Energie Priorität haben. In unseren Landkreis-Kommunen sind die Ladeplätze auch am Wochenende und nachts gut ausgelastet. Das zeigt: Die Menschen sind bei der Mobilitätswende bereits viel weiter als die Politik. Der Verkehrssektor spielt eine zentrale Rolle für den Geldbeutel und für die Erreichung der Klimaziele. Dafür ist eine gute Ladeinfrastruktur eine Grundvoraussetzung und wir sollten den Ausbau endlich dringend vorantreiben.“