Einen Gang höher schalten

Pressemitteilung vom 24. Juli 2020

Markus Büchler fordert ernsthafte Bemühungen zum Ausbau des Radwegenetzes und wirft schwarz-oranger Landesregierung Unwillen vor.

Der verkehrspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Markus Büchler, vermisst bei der CSU-Verkehrsministerin Kerstin Schreyer das ernsthafte Bemühen um mehr und besseren Radverkehr in Bayern. „Die nun angekündigten und auf fünf Jahre gestreckten 200 Millionen Euro für den Ausbau des Radwegenetzes sind die sprichwörtliche weiße Salbe – ein weitgehend wirkungsloses Beruhigungsprogramm für die Radl-Community.“ Rund 30 Kilometer Radwege pro Jahr könnten nach Schätzung des Grünen-Verkehrsexperten mit den jährlich zur Verfügung stehenden 40 Millionen Euro realisiert werden.

„So schaffen wir ganz sicher keinen Anreiz, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, zumal für den Straßenaus- und -neubau in Bayern weiterhin Milliarden fließen. Es ist dringend erforderlich, beim Radwegebau einen Gang höher zu schalten.“

Die Landtags-Grünen fordern deshalb „echte Anstrengungen der schwarz-orangen Landesregierung für ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz in Bayern“. Die Jahresinvestition von 40 Millionen Euro könne dabei durchaus eine Zielmarke sein. „40 Millionen Euro jährlich für einen Landkreis oder eine Stadt, um Radschnellwege und sichere Radwege in unseren Städten und Gemeinden zu schaffen – damit würde man der rasant zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs gerecht werden“, findet Markus Büchler. „Bequeme Pedelecs und S-Pedelecs, die Zweiradfahrern die bequeme und flotte Teilnahme am Individualverkehr ermöglichen, werden in den Verkehrsplanungen des Freistaats noch zu wenig berücksichtigt. Dabei sind sie echte Gamechanger auf dem Weg zur klimafreundlichen Mobilität der Zukunft.“

Markus Büchler wirft CSU-Ministerin Schreyer „Unwillen“ vor, dem Radverkehr den ihm zustehenden Stellenwert einzuräumen. Ihr am Freitag vorgestelltes, ambitionsloses Programm sei „aufgewärmter Kaffee von gestern“, so Markus Büchler mit Verweis auf ein 2015 vorgestelltes Radwege-Ausbauprogramms des damals zuständigen CSU-Ministers Herrmann (https://www.merkur.de/bayern/bayern-will-radwege-millionen-euro-ausbauen-4862506.html), das am Kernziel, den Anteil des Radverkehrs in Bayern auf 20 Prozent zu erhöhen, „kilometerweit vorbeigefahren“ sei.Mit freundlichen GrüßenHolger LaschkaPressesprecher

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