Elektroladesäulen aufbauen, die von den Beschäftigten bayerischer Behörden nicht genutzt werden dürfen? Was nach einem Schildbürgerstreich klingt, ist an vielen Dienststellen in Bayern derzeit Realität. Der Grund für die Sperrung: Die Lademöglichkeiten wurden von den Mitarbeiter*innen zu gut angenommen.
Weil eine kostenlose Nutzung steuer- und haushaltsrechtliche Fragen aufwirft, wurden die Ladesäulen kurzerhand stillgelegt, anstatt unkomplizierte Abrechnungsmodelle einzuführen. Dass funktionierende Ladeinfrastruktur brachliegt, nur weil sie erfolgreich war, ist den Beschäftigten nicht zu vermitteln und bremst die Elektromobilität im öffentlichen Dienst unnötig aus. Wer Klimaschutz und Energiewende ernst nimmt, darf E-Autofahrenden nicht den Stecker ziehen, wenn das Angebot gut funktioniert.
Um diesen Missstand schnellstmöglich zu beheben, wurde nun ein entsprechender Antrag eingereicht. Ziel ist es, die gesperrten Ladesäulen durch die Einführung eines fairen, kostenpflichtigen Abrechnungssystems umgehend wieder für die Beschäftigten nutzbar zu machen.
Wir bleiben an dem Thema dran, bis eine pragmatische und zukunftsfähige Lösung auf dem Tisch liegt.