Gemeinsam mit Grünen Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und Italien habe ich mir angeschaut, wie LKWs in Wörgl im Huckepack auf den Zug verladen und über den Brenner transportiert werden. Besonders beeindruckend: Ein ganzer Zug wird in nur einer halben Stunde be- und entladen!
2024 wurden rund 103.000 LKWs über die ROLA transportiert. Das sind 103.000 LKWs, die nicht die Autobahn-Anrainer belasten und die Luft verdrecken. Ein echter Gewinn für die Lebensqualität entlang der Brennerroute. Alles gut also?
Leider nein. Während der LKW-Verkehr über den Brenner jedes Jahr zunimmt, gehen die ROLA-Zahlen massiv zurück: 2010 waren es mit 245.000 LKWs noch mehr als doppelt so viele. Und nur 1,3 % der LKWs fahren die ganze verfügbare ROLA-Strecke zwischen Wörgl und Trient.
Die gute Nachricht: Trotz aller Widerstände prüft der ROLA-Betreiber, eine Tochter der ÖBB, jetzt die Verlängerung des Angebots von Trient bis nach Regensburg. Das wären über 450 Kilometer – und für die LKW-Fahrer während der ROLA-Reise genug Zeit für ihre vorgeschriebene Ruhepause. Das würde die Rollende Landstraße deutlich attraktiver machen.
Die Verlagerung des LKW-Verkehrs von der Straße auf die Schiene passiert nicht von allein. Um Luft- und Lebensqualität entlang der Autobahn zu verbessern, muss die Politik die richtigen Weichen stellen – auch in Bayern. Ich erwarte, dass die Bayerische Staatsregierung die LKW-Verladung mit einer Förderung attraktiv macht und damit Klimaschutz, Wirtschaft und Logistik stärkt!
Förderung für die Rollende Landstraße ROLA auch in Bayern!