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Fußverkehr

Der Fußverkehr kann viele kurze Autofahrten überflüssig machen, wenn Fußwege einladend, sicher und barrierefrei ausgestaltet werden – auch für Kinder, Menschen mit Behinderungen oder Senior*innen.

Leider sind die beiden Beine heute das am meisten vernachlässigte Verkehrsmittel. Fußwege sind selten im Blickfeld der Verkehrsplanung. Meist verbleiben den zahlreichen Zufußgehenden nur viel zu enge und überfüllte Restflächen links und rechts der großzügig gestalteten Verkehrsfläche für den motorisierten Verkehr, auf der zahlenmäßig viel weniger Menschen unterwegs sind. Dadurch erklärt sich, dass ein erheblicher Teil der Autofahrten innerorts durchgeführt wird, ein großer Teil sogar unter einem Kilometer Fahrstrecke.

Mit dem Prinzip „Stadt der kurzen Wege“ kann Siedlungsplanung und die Gestaltung von Verkehrsflächen dazu beitragen, dass viele Wege des täglichen Bedarfs zu Fuß erledigt werden können: Damit steigt die Lebensqualität in einem Ort enorm. Kindern und Jugendlichen wird früh eine selbständige Fortbewegung am Ort ermöglicht, Senior*innen können länger selbstbestimmt leben, Menschen mit Behinderungen können einfach und mit möglichst wenig Unterstützung unterwegs sein.

Wir Grüne in Bayern wollen

  • mehr Platz für Zufußgehende
  • Sicherheit für Zufußgehende, insbesondere an Einmündungen, Ein- und Ausfahrten und Kreuzungen
  • keine Konkurrenz mit Fahrradverkehr und E-Tretrollern
  • ein Angebot an E-Tretrollern in Städten als sinnvolle Ergänzung zum Fußverkehr, allerdings beschränkt auf Fahrradwege bzw. Straßen
  • eine Stadtgestaltung nach dem Prinzip „Stadt der kurzen Wege“
  • komfortable und nutzerfreundliche Ausgestaltung von Fußwegbeziehungen
  • sichere Schulwege, die Elterntaxi überflüssig macht
  • zahlreiche Querungshilfen und Ampeln
  • ausreichend lange Grünphasen an Ampeln
  • an sehr belebten städtischen Kreuzungen auch diagonale Querungsmöglichkeiten mit Grünphasen für Fußgänger in alle Richtungen
  • kurze Wartezeiten nach Betätigung einer Bedarfsampel