Köhler und Dr. Büchler weisen auf regionale Unterschiede bei Arbeitserlaubnissen hin
Hängt die Chance auf eine Arbeitserlaubnis davon ab, wo sie jeweils gestellt wird? Ein neues Gutachten der Universität Konstanz belegt erhebliche regionale Unterschiede bei der Vergabe von Arbeitserlaubnissen in Bayern. Während im Landkreis Dingolfing-Landau 24,9 Prozent der Anträge abgelehnt wurden, lag die Ablehnungsquote im Landkreis Ebersberg bei lediglich 7,9 Prozent. Im Landkreis München wurden im Schnitt 13,1% der Anträge abgelehnt, wie die beiden Landtagsabgeordneten Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler mitteilen.
Nach Einschätzung der Gutachter lassen sich diese Unterschiede nur teilweise durch die jeweilige wirtschaftliche Situation erklären. Vielmehr deuten die Ergebnisse auf uneinheitliche Verfahrensweisen und strukturelle Herausforderungen in den Ausländerbehörden hin. Die Folgen sind insbesondere in Branchen mit hohem Personalbedarf spürbar: Dort scheitern Anträge auf Arbeitserlaubnisse überdurchschnittlich häufig.
„Im wirtschaftsstarken Landkreis München sind wir auf internationale Arbeitskräfte angewiesen, um unseren Wohlstand und unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern. Dafür brauchen wir klare, transparente und verlässliche Verfahren – sowohl für die Menschen als auch für die Unternehmen“, betont Köhler.
Dr. Büchler ergänzt: „Es darf nicht vom Wohn- oder Arbeitsort und von unterschiedlichen Behördenpraktiken abhängen, ob ein Verfahren erfolgreich verläuft. Unsere Wirtschaft braucht Planungssicherheit, nachvollziehbare Entscheidungen und verbindliche Bearbeitungsfristen. Viele Unternehmen sind bereit, zu einem effizienten Verfahren beizutragen, werden bislang jedoch zu wenig eingebunden.“
Die Abgeordneten fordern deshalb eine umfassende Modernisierung der Verwaltung. Digitale und transparente Prozesse sowie verbindliche Bearbeitungsfristen sollen dazu beitragen, Verfahren zu beschleunigen und sowohl den antragstellenden Arbeitskräften als auch den Arbeitgebern mehr Planungssicherheit zu geben.