Die Begegnungszone: Baustein zur Verkehrswende

In der Schweiz und in Österreich gibt es sie bereits: Die „Begegnungszone“ („Shared Space“). Es handelt es sich um eine neue Lösung für den Verkehr in Innenstädten und Dorfzentren.

Die einseitige Ausrichtung der Verkehrsplanung auf den Autoverkehr führt in den Zentren zunehmend zu Problemen. Es braucht eine neue Perspektive und neue Lösungen: Der Verkehr kann nur nachhaltig funktionieren, wenn er mit der Stadtentwicklung, dem Umweltschutz und den Bedürfnissen der Menschen zusammen geplant wird. Es ist der richtige Weg, die Anliegen aller Beteiligten gleichwertig zu betrachten: so werden Städte und Dörfer für alle lebenswert.

So funktioniert die „Begegnungszone“: Sie ist eine Maßnahme zur Verkehrsberuhigung. Fußgänger*innen erhalten Vorrang, Fußwege und Fahrbahnen verschwinden und alle Verkehrsteilnehmer*innen teilen sich die Straße gleichberechtigt. Die Einfahrt von Autos ist nicht grundsätzlich verboten, allerdings müssen sich die Fahrer*innen nach den Fußgänger*innen richten.

Für die Begegnungszone werden die abgegrenzten Bereiche für die Verkehrsarten abgeschafft und auch baulich aufgehoben. Der Verkehrsraum wird flexibel je nach Bedarf genutzt. Bisher ist die Begegnungszone in der deutschen StVO noch nicht vorgesehen: Die Grünen fordern ihre Einführung auch in Deutschland.

Sie wollen mehr darüber erfahren? Markus Büchler kommt zu einem Diskussionsabend zu Ihnen. Sein Vortrag „Mobilität menschlich machen“ zeigt an Beispielen, wie die Verkehrswende in Städten gelingen kann. Schreiben Sie uns.

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