Freiwilliges Jahr fürs Handwerk im Landkreis München

– Chance vertan

Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler kritisieren Ablehnung des Antrags

Mehr Nachwuchs fürs Handwerk ist dringend nötig – die Abgeordneten im Landkreis München Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler haben dazu einen konkreten Vorschlag eingebracht. 

Ein Jahr lang verschiedene Handwerksberufe kennenlernen und so den Einstieg in eine Ausbildung erleichtern: Mit diesem Ziel hatten die Grünen ein „Freiwilliges Handwerksjahr Bayern“ vorgeschlagen. Der Bedarf ist weiterhin groß: Im Handwerk fehlen tausende Fachkräfte, gleichzeitig bleiben jedes Jahr viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Trotzdem wurde “noch”, wie die Abgeordneten sagen, der Antrag mit der Mehrheit von CSU und FW abgelehnt.

Claudia Köhler, Abgeordnete aus Unterhaching, zeigt sich enttäuscht:
„Die Ablehnung unseres Antrags ist ein falsches Signal für das Handwerk und für junge Menschen auf der Suche nach Orientierung. Gerade in unserem wirtschaftsstarken Landkreis München ist die Fachkräftegewinnung entscheidend. Viele Betriebe suchen händeringend Nachwuchs, während gleichzeitig viele Jugendliche nicht wissen, welcher Beruf zu ihnen passt. Genau hier hätte ein gut strukturiertes Freiwilliges Handwerksjahr ansetzen können.“

Die Grünen hatten im Rahmen der Haushaltsberatungen 500.000 Euro für zwei Jahre sowie ein klares Konzept gefordert. Rund 70 Prozent der Auszubildenden finden ihren Ausbildungsplatz über ein Praktikum, das vorgeschlagene Handwerksjahr hätte genau diesen Zugang systematisch erweitert und jungen Menschen ermöglicht, mehrere Gewerke kennenzulernen. Dass solche Pilotprojekte auch erfolgreich sind, zeigt das Vorbild der Handwerkskammer Lübeck.

Dr. Büchler sieht eine vertane Chance: „Wer den Fachkräftemangel ernsthaft bekämpfen will, muss auch bereit sein, neue Wege zu erproben und erfolgreiche Modelle zu übertragen. Das Freiwillige Handwerksjahr wäre eine konkrete, pragmatische Lösung mit Erfolgsaussichten gewesen.“ 

„Wir werden weiter daran arbeiten, bessere Rahmenbedingungen für unsere handwerklichen Betriebe und moderne Zugänge ins Arbeitsleben für junge Menschen zu schaffen.“, so die Abgeordneten.

Änderungsantrag