Sonderfahrt Hesselbergbahn

Sonderfahrt zur Reaktivierung der Hesselbergbahn am 1. Mai

Um die hohe Priorität des Themas Streckenreaktivierung zu unterstreichen und auf die hier liegenden Potentiale aufmerksam zu machen, lud die Fraktion der Grünen im Bayerischen Landtag am Sonntag, den 1. Mai, erneut zu einer Sonderfahrt ein. Nachdem wir im Juli 2021 bereits auf der Fuchstalbahn unterwegs waren, stand dieses Mal die Strecke der Hesselbergbahn im Fokus.

Neben Dr. Markus Büchler, Sprecher für Mobilität, waren außerdem mit dabei Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsizender, Eva Lettenbauer, Landesvorsitzende der bayerischen Grünen und Abgeordnete aus dem Donau-Ries, sowie Martin Stümpfig, energiepolitischer Sprecher aus Mittelfranken.

Unsere Fahrt führte uns ausgehend von Nördlingen im Landkreis Donau-Ries über die derzeit nur touristische genutzte Strecke bis nach Wassertrüdingen. Von hier aus fuhren die circa 60 Teilnehmer*innen weiter bis nach Gunzenhausen. Dank des unermüdlichen Einsatzes verschiedener Initiativen sowie kommunaler und landespolitischer Abgeordneter ist die Reaktivierung dieses Abschnittes bis 2024 vorgesehen. Der zweite Teil der Strecke, auf dem derzeit nur Güterverkehr betrieben wird, führte uns wiederum von Nördlingen ausgehend nach Wilburgstetten im Landkreis Ansbach und zurück.

Die Bahn ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und ein wichtiger Schlüssel, um die Klimaziele Bayerns zu erreichen! Deshalb sind wir Grüne im Bayerischen Landtag uns einig, dass Bahnstrecken in Bayern wie die Hesselbergbahn für den Personenverkehr reaktiviert werden müssen. Nur so kann das Ziel erreicht werden, ein attraktives Mobilitätsangebot für alle Menschen zu schaffen – insbesondere im ländlichen Raum.

„Der Freistaat Bayern ist am Zug. Er muss seine Strategie der Reaktivierungsverhinderung aufgeben. Statt neuen Straßen wollen wir wieder mehr Züge, gerade auch im ländlichen Raum. Daher: Weg mit den bisherigen bayerischen Reaktivierungskriterien, Bahn frei für Züge auf stillgelegten Gleisen!
Dr. Markus Büchler, MdL

Die Bayerische Staatsregierung müsste über die Bayerische Eisenbahngesellschaft wieder Zugverkehr bestellen lassen. Zwar hat das Verkehrsministerium auf Druck der Grünen und vieler Engagierter zuletzt die Mittel für Reaktivierungen von Strecken erhöht. Die „Verhinderungskriterien“ wie das „1000er Kriterium“ (pro Streckenkilometer müssen täglich mindestens 1000 Fahrgäste prognostiziert werden) sind aber erhalten geblieben. Diese Vorgaben müssen sich ändern und durch neue, sinnvolle Kriterien ersetzt werden, wie beispielsweise in Baden-Württemberg oder Hessen.

Wir Grünen werden weiterhin unermüdlich an unserem Ziel arbeiten ein attraktives Angebot klimafreundlicher Mobilität im Stundentakt zu schaffen und freuen uns auf viele Teilnehmer*innen auf unserer nächsten Sonderfahrt.

Mehr Informationen zur Reaktivierung finden sich außerdem hier auf unserer Website.